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Das letzte Wort…

… hat Ivan Tiosavljevic, lernender Kaufmann im Volkswirtschaftsdepartement.

Text Ivan Tiosavljevic | Foto Thomas Hary

Dwl

Was denken die anderen über mich? Wie sehe ich aus? War das gerade peinlich? Habe ich etwas Falsches gesagt? Was denken meine Freunde über mich? Diese Fragen stellen wir uns wahrscheinlich viel öfter, als wir zugeben würden.

Ich finde es verrückt, wie stark die Meinung anderer unser Verhalten beeinflussen kann. Manchmal möchte man etwas machen, traut sich aber nicht, weil man Angst hat, ausgelacht oder beurteilt zu werden.

Besonders in der Jugend ist das schwierig. Jeder möchte dazugehören und niemand möchte derjenige sein, über den andere lachen. Gleichzeitig versuchen viele, eine bestimmte Version von sich selbst zu zeigen. Man möchte cool, selbstbewusst und glücklich wirken, auch wenn man sich innerlich vielleicht ganz anders fühlt.

Dabei vergessen wir etwas Wichtiges: Die meisten Menschen denken viel weniger über uns nach, als wir glauben. Jeder ist hauptsächlich mit seinem eigenen Leben beschäftigt. Trotzdem ist das leichter gesagt als getan. Ich kenne das Gefühl, etwas sagen zu wollen und dann darüber nachzudenken, wie es bei anderen ankommen könnte. Gerade in einer Gruppe verändert man sein Verhalten schnell, nur um nicht negativ aufzufallen.

«Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.»

Meiner Meinung nach sollte man lernen, nicht jede Reaktion persönlich zu nehmen. Wenn jemand meine Kleidung nicht mag, meine Meinung nicht teilt oder mich komisch findet, bedeutet das nicht, dass mit mir etwas nicht stimmt. Menschen haben unterschiedliche Ansichten und Geschmäcker. Das ist normal.

Natürlich sollte uns die Meinung anderer nicht völlig egal sein. Kritik kann wichtig sein und uns helfen, uns weiterzuentwickeln. Der Unterschied ist, ob wir aus Kritik etwas lernen oder unser ganzes Verhalten danach richten.

«Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.»

Dieser Satz gefällt mir, weil er zeigt, dass es keinen Sinn macht, sein eigenes Leben nach den Vorstellungen anderer zu leben. Wir sollten uns öfter trauen, einfach wir selbst zu sein. Es ist unser Leben, nicht das der anderen.