… Irene Eschenmoser, ehemalige Leiterin Personal und Finanzen im Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen?
Wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich bin jetzt neun Jahre pensioniert und denke mit viel Freude an meine Zeit im AVSV zurück. Nach der Verkehrsschule und den Lehr- und Wanderjahren in Lugano, Lausanne und der Ostschweiz arbeitete ich bis zur Geburt unseres Sohnes im Jahr 1986 bei der Post. Meinen beruflichen Wiedereinstieg machte ich dann 1996 beim damaligen Amt für Lebensmittelkontrolle. Nach und nach durfte ich zusätzliche Aufgaben übernehmen und verschiedene Weiterbildungen besuchen.
Schliesslich war ich für das gesamte Personal- und Finanzwesen verantwortlich. Es war eine interessante und befriedigende Arbeit. Besonders gut hat mir der Umgang mit Menschen gefallen. Insgesamt arbeitete ich 21 Jahre beim Kanton. Ich freue mich,
immer noch Kontakt zu ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu pflegen.
Mein Mann Jürg und ich beschlossen 2017, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Unser grösstes Hobby ist das Reisen. Nach der Pensionierung radelten wir mit unseren Bio-Bikes (ohne Strom!) auf dem Jakobsweg von Mörschwil nach Santiago de Compostela und weiter bis zum Atlantik (über 3000 Kilometer).
Seither haben wir zahlreiche Länder bereist und viel Faszinierendes erlebt: zu Fuss in den Bergen, mit dem Velo durch Europa, mit Auto und Camper in den USA/Kanada oder Australien, beim Spanischlernen in Costa Rica oder auf dem Expeditionsschiff in der Arktis. Ein Höhepunkt war sicher die Besteigung des 6008 Meter hohen Vulkans Uturuncu in Bolivien. Die Luft da oben war wirklich sehr dünn, niemand hatte mehr die Kraft zu reden – nicht einmal ich.
Zu Hause bewegen wir uns viel, jassen regelmässig und treffen uns oft mit Freunden zu einem guten Gespräch, verbunden mit feinem Essen und einem Glas Wein. Die sozialen Kontakte sind uns sehr wichtig. Auch unsere drei herzigen Grosskinder bereiten uns sehr viel Freude.
Die vierjährige Enkelin Liv hat letzthin treffend gesagt: «Alle müssen arbeiten und Geld verdienen, nur Grossmami und Grosspapi nicht, und sie können trotzdem in die Ferien!»
Das Reisen macht uns demütig und bescheiden. Wir sind glücklich und dankbar, so viele spannende Erfahrungen machen zu dürfen. Die heutige Zeit mit Kriegen und Unsicherheiten belastet und stimmt uns nachdenklich. Gerade deshalb leben wir unser Leben bewusst. Wie sind wir doch privilegiert, in der sicheren Schweiz mit einem guten Gesundheitssystem und funktionierenden Institutionen zu leben!
Notiert: Irene Eschenmoser