Nadia Hafner ist seit einem halben Jahr Generalsekretärin im Gesundheitsdepartement. Franziska Gschwend seit bald zwei Jahren Generalsekretärin im Bildungsdepartement. Elf Fragen, elf Antworten.
Nadia, du konntest der Herausforderung,
Generalsekretärin zu werden, nicht widerstehen …
… weil es eine unglaublich spannende und vielseitige Aufgabe ist – kein Tag ist wie der andere.
Was schätzt du an deinem Departement?
Den fachlichen und persönlichen Austausch mit den Mitarbeitenden im Gesundheitsdepartement sowie die grosse Themenvielfalt.
An meiner Arbeit nervt manchmal …
… dass Entscheidungen manchmal länger brauchen, als man es sich wünschen würde.
Das ist mein Werdegang.
Ich habe an der Universität St.Gallen studiert und promoviert. Danach war ich in verschiedenen leitenden Funktionen in der öffentlichen Verwaltung tätig. Zuletzt habe ich als Klinikmanagerin das Herzzentrum mit der Klinik für Kardiologie und Herzchirurgie am Universitätsspital Basel geleitet.
Ich habe eine Schwäche für?
Rivella blau 😉
Franziska, Du konntest der Herausforderung,
Generalsekretärin zu werden, nicht widerstehen …
… weil ich mir kaum eine andere Aufgabe vorstellen kann, die so vielfältig, spannend und vernetzend ist.
Was schätzt du an deinem Departement?
Die hohe Motivation und Fachlichkeit der Mitarbeitenden, die Vielfalt der Themen und Herausforderungen, vor allem aber auch das gemeinschaftliche Miteinander auf dem Weg zu guten Lösungen.
An meiner Arbeit nervt manchmal …
… dass die Agenda bisweilen so voll ist, dass kaum Raum
zum Innehalten bleibt.
Das ist mein Werdegang.
Nach der Maturität an der Kantonsschule am Burggraben zog es mich für mein Jus-Studium nach Fribourg. Danach erlangte ich in St.Gallen das Anwaltspatent. Im Anschluss wäre ich gerne in den diplomatischen Dienst eingetreten. Für die Zeit des entsprechenden Aufnahmeverfahrens suchte ich eine Anstellung und landete beim Kanton. Als «Wanderarbeiterin» wurde ich in fast allen Ämtern des Bildungsdepartements eingesetzt und zeitweise auch ins Personalamt ausgeliehen. Danach arbeitete ich als Leiterin der Rechtsabteilung sowie des damaligen Dienstes für Recht und Personal des Bildungsdepartementes, bevor mich die Regierung im August 2024 zur Generalsekretärin wählte.
Ich habe eine Schwäche für …
Rivella rot ;-). Und Rom.
Generalsekretärinnen und -sekretäre gelten als unbestrittene CEO eines Departementes. Wie siehst du das?
Der Erfolg eines Departements ist immer eine gemeinsame Leistung der Mitarbeitenden. Ich sehe meine Rolle darin, einen Rahmen zu schaffen, der gute Zusammenarbeit und klare Entscheidungen möglich macht.
Gesundheit bedeutet für mich?
Gesundheit bedeutet für mich weit mehr als nur nicht krank zu sein. Viele verschiedene Menschen, Berufsgruppen und Leistungserbringer aus unterschiedlichsten Bereichen tragen dazu bei, dass die Bevölkerung gesund bleiben kann und im Krankheitsfall gut begleitet wird. Gesundheit zeigt für mich, wie entscheidend das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen und Bereiche ist.
Das kann ich nicht gut, mach es aber gerne …
Gartenarbeit – auch wenn ich ehrlich gesagt keinen besonders grünen Daumen habe.
Suppe oder Salat?
Beides.
Das ist mein Lebensmotto …
Neugierig bleiben.
Das beschäftigt dich zurzeit am meisten …
Mich in die vielfältigen Themen im Gesundheitsdepartement einzuarbeiten.
Generalsekretärinnen und -sekretäre gelten als unbestrittene CEO eines Departementes. Wie siehst du das?
Die Organisation und Führung in der Staatsverwaltung lässt sich nicht uneingeschränkt mit jener in einem Privatunternehmen vergleichen, weshalb mir die Bezeichnung CEO für meine Funktion nicht gefällt. Ich finde das geläufigere Bonmot, die Generalsekretärin sei die Innenministerin eines Departements, passender.
Bildung bedeutet für mich?
Zukunft. Oder um es mit den Worten von Nelson Mandela zu sagen: «Bildung ist die mächtigste Waffe, die du einsetzen kannst, um die Welt zu verändern.»
Das kann ich nicht gut, mach es aber gerne …
… singen.
Suppe oder Salat?
Schoggi! (… ist bei genauer Betrachtung schliesslich auch Gemüse)
Das ist mein Lebensmotto…
Probleme sind verkleidete Möglichkeiten.
Das beschäftigt dich zurzeit am meisten …
Die Koordination weitreichender Projekte – z. B. die Totalrevision des Volksschulgesetzes, das Projekt Berufsbildung 2030+, die SwissSkills 2029 oder der Abschluss der ITBO.