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Das letzte Wort …

… hat Hilde Nielsen, lernende Fachfrau Betriebsunterhalt im Bau- und Umweltdepartement.

Bild: Reto Togni

Hilde Nielsen D85 4241

Als ich im Sommer 2023 meine erste Lehre als Fachfrau Gesundheit abgebrochen habe, war ich ziemlich ratlos. Ich wusste nur: Das war nicht mein Weg. In der Zwischenzeit half ich bei Reinigungen und auf Baustellen aus – dort merkte ich, wie viel Freude mir praktische Arbeiten machen. So bin ich auf die Lehre als Fachfrau Betriebsunterhalt gestossen.

Dank eine Schnupperwoche im Bau- und Umweltdepartement wurde mir schnell klar: Hier bin ich richtig. Die Arbeit ist vielseitig, ich darf anpacken, arbeite selbstständig und bin oft unterwegs – das gefällt mir richtig gut.

«Ich habe meinen Platz gefunden»

Inzwischen bin ich seit bald einem Jahr dabei. Begonnen habe ich im BUD, aktuell arbeite ich im Regierungsgebäude. Die Aufgaben sind ähnlich: reinigen, reparieren, instand halten – es gibt immer etwas zu tun. Besonders spannend finde ich die überbetrieblichen Kurse, in denen ich viel über Reinigung, Produkte und Techniken lerne – das kann ich auch zu Hause gut brauchen.

Denn auch privat bin ich gefordert: Ich komme aus einer Grossfamilie mit 13 Kindern. Da lernt man früh, Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht hat mir das auch geholfen, meinen Weg zu finden.

Was mir besonders gefällt? Ganz klar das Team. Ich wurde von Anfang an herzlich aufgenommen. Alle sind hilfsbereit, unkompliziert, und es macht Spass, gemeinsam etwas zu erreichen. Als Frau bin ich eher eine Ausnahme in diesem Beruf – auch in der Berufsschule – aber das stört mich überhaupt nicht. Ich fühle mich wohl, ohne Drama. 

Mein Weg war nicht gradlinig, aber er hat mich an den richtigen Ort geführt. Und ich bin froh, dass ich drangeblieben bin.

Notiert: Hilde Nielsen