Von der Textilfabrik zur Wohnüberbauung

Am Anfang war das Wasser. Jenes aus der Seez oberhalb des Dorfes Mels. Dieses sollte 1867 die Gemeinde Mels der neuen «Fabrik» – wie sie inzwischen seit Generationen genannt wird – zur Antriebsnutzung überlassen werden. Die Glarner Textilfirma Heer wollte in Mels eine Spinnerei und Weberei errichten. Die Gemeinde bekam als Gegenleistung Arbeitsplätze. In der […]

Von Lusthäusern und ihrem Zweck

Lusthäuser und -häuschen sind pavillonartige Bauten in einem Park oder Garten, die zum Verweilen und Geniessen einladen. Der Name verleitet uns zur Annahme, dass in diesen Gebäuden vorwiegend heiterfrivole Schäferstündchen abgehalten wurden. Damit werden wir der Bedeutung von Lusthäusern und Gartenpavillons aber freilich nicht gerecht. Vielmehr kommt diesem Bautypus eine gesellschaftliche Bedeutung zu, haben darin doch unbeschwerte kulturelle Anlässe in idyllischem Ambiente stattgefunden. […]

Der Tresor im Keller

Eng verbunden mit dem Thema «Geld» sind die verschiedenen Geldinstitute und deren Gebäude. Die Nutzung und die Erscheinung der Bankgebäude haben sich in der vergangenen Zeit sehr gewandelt. Ein anschauliches Beispiel dazu ist der ehemalige Haupt­sitz der St.Galler Kantonalbank an der Schützengasse in St.Gallen. Das ehemalige Bankgebäude an der Ecke Schützen­gasse/St.Leonhardstrasse wurde 1884 zur Zeit […]

Das Schotterwerk Sargans

Die Aufbereitungsanlage Malerva des Eisenbergwerkes am Gonzen in der Region Sarganserland wird fast liebevoll «Schotti» genannt. Betrachter und Betrachterinnen, die sich dem Koloss nähern, werden erst mal von einem Gebäude sprechen. Das Objekt könnte als solches durchgehen, denn es weist ein Dach und Fassadenteile aus Backsteinen auf. Sobald die Türen geöffnet und die ersten Eisentreppen bezwungen sind, wird aber jedem Besucher und jeder Besucherin klar: Das ist eine gewaltige Maschine. Und spätestens wenn – rein gedanklich – die Maschinenanlage subtrahiert wird, merken wir: Vom Gebäude bleibt nichts mehr übrig, ausser den erwähnten Backsteinen. Diese liegen jedoch als Haufen auf dem Boden.

Der Weg von der Alten zur Neuen Pfalz

Der Prunksaal in der Neuen Pfalz wurde zur fürstäbtischen Zeit als Symbol der weltlichen Bedeutung des Klosters ausgestaltet. Mit der Kantonsgründung und gleichzeitigen Auflösung des Klosters erfolgte eine radikale Umgestaltung des Raumes, die den fundamentalen Machtwechsel sichtbar machte. Die heiter verspielte Stimmung wurde durch eine strenge Würde abgelöst.

Vielschichtiges Erbe – faszinierende Spurensuche

Für die Denkmalpflege St.Gallen ist der Hof zu Wil eine kulturhistorische Schatztruhe. Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Hausherren und mit ihnen veränderte sich die Funktion des historischen Bauwerks. Als ehemalige Residenz der Fürstäbte ist das Gebäude bis heute eng mit der Geschichte des Klosters St.Gallen verbunden. Der Hof zu Wil gehört zu den denkmalpflegerisch […]

Das «Neue Bauen» in St.Gallen

Flachdächer, Rundbalkone, neue Materialien wie Stahl, Glas und Beton: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fasste das «Neue Bauen» auch im Kanton St. Gallen Fuss – wenn auch zaghaft. Einige markante Bauten in der Stadt St.Gallen bezeugen den Wandel in Architektur und Städtebau. Eines der herausragenden Beispiele des «Neuen Bauens» im Kanton ist der […]

Einblicke ins Kloster St.Pirminsberg Pfäfers

Die heutige Klinik St. Pirminsberg in Pfäfers ist die Erfolgsgeschichte einer vor über 175 Jahren eingeleiteten Umnutzung eines der wichtigsten baulichen Kulturobjekte des Kantons St.Gallen. Der damals noch junge Kanton forcierte die Auflösung der grösseren Klöster als geistlich-weltliche Machtgebilde in seinem Kantonsgebiet und wollte sich diese materiell und ideell einverleiben. Eine der daraus resultierenden Konsequenzen war […]